Automatisierung in der Medizintechnik: Routine abgeben, Übersicht behalten
Ein großer Teil der Arbeitszeit in der Medizintechnik entfällt auf wiederkehrende Schritte: erinnern, nachfragen, weiterleiten, dokumentieren. Diese Schritte lassen sich regelbasiert automatisieren – ohne dass Entscheidungen aus der Hand gegeben werden.
Was sich sinnvoll automatisieren lässt
Erinnerungen und Eskalationen
Fristen 60/30/7 Tage vorher, Überfälligkeit an die Leitung, offene Rückfragen nach 5 Werktagen – als Benachrichtigung, Aufgabe oder E-Mail.
E-Mail-Vorgänge
Störungsmeldung an den Hersteller mit Gerätedaten, Protokollanforderung nach Technikerbesuch, Terminbestätigung an die Station – aus Vorlagen, optional KI-formuliert. Beispiele
Aufgaben und Zuweisung
Neue Störung → Aufgabe an den zuständigen Techniker des Standorts; Vertretungsregel bei Abwesenheit; Wiedervorlage bei „wartet auf Dritte“.
Berichte
Wochenübersicht offener Vorgänge, Monatsbericht Prüfquote, Liste überfälliger Geräte je Station – automatisch erzeugt und verteilt.
Wie Automatisierung in MedTech Cockpit funktioniert
Jede Automatisierung besteht aus Auslöser (z. B. „Prüfung fällig in 30 Tagen“, „Störung mit Priorität kritisch angelegt“), Bedingungen (Standort, Risikoklasse, Gerätetyp) und Aktionen (Aufgabe erzeugen, E-Mail-Entwurf anlegen, Benachrichtigung senden, Status setzen). Regeln werden in der Administration ohne Programmierung konfiguriert und protokollieren jede Ausführung. Alles, was nach außen geht, kann als Entwurf zur Freigabe gestellt werden. Details: Workflows in der Medizintechnik.
Grenzen der Automatisierung
Nicht automatisiert werden sollten sicherheitsrelevante Bewertungen (Freigabe eines Geräts nach Reparatur, Außerbetriebnahme) und alles, was ein Gespräch mit der Station erfordert. Die Plattform bereitet diese Schritte vor, führt sie aber nicht aus. Automatisierung dient der Entlastung, nicht der Verantwortungsverschiebung.
Häufige Fragen
Braucht man Programmierkenntnisse?
Nein. Regeln werden aus Auslöser, Bedingungen und Aktionen zusammengestellt. Für Sonderfälle steht eine API bereit.
Werden E-Mails automatisch versendet?
Nur wenn die Regel das ausdrücklich vorsieht. Standard ist der Entwurf zur Freigabe; Versand erfolgt über den konfigurierten Mail-Konnektor der Organisation.
Ist nachvollziehbar, was automatisch passiert ist?
Ja. Jede Regelausführung erscheint im Protokoll mit Auslöser, betroffenem Datensatz und Ergebnis.